Räumliche Akzente richtig setzen

July 10th, 2011
admin

Platz ist in der kleinsten Hütte, sagt man und auch für das Wohnen heute gilt dies. Nicht jeder hat das Glück, in einer grossen Altbauwohnung zu wohnen und nicht jeder hat das Glück, als Innenarchitekt geboren worden zu sein. Aber ob man in grossen oder in kleinen Räumen wohnt, gestalten muss man sie. Jeder Raum, gerade wenn er rechteckig oder gar quadratisch ist, kann leicht etwas langweilig wirken. Weisse Wände, gerade Kanten, symmetrische Fensteranordnung – hier müsste man mit gezielt gesetzten Akzenten im Raum diesen gliedern, aufteilen und so erlebbar machen. Auch mit wenig Geld kann man einen Raum aufpeppen und lebendig wirken lassen. Zierleisten haben früher zum Beispiel oft eine Holztäfelung von einer Tapete getrennt. Dort wo die Tapete und das Holz aufeinander trafen, sorgte eine kleine Holzleiste für einen ruhigen Übergang. Aber so wurde eine Wand auch optisch strukturiert. Heute haben die wenigsten Menschen das Verlangen nach einer Holzvertäfelung, aber die optische Strukturierung der Wand bietet sich immer noch an. Ungefähr auf Kopfhöhe oder ungefähr nach Zweidrittel der Höhe der Wand kann man einfach einen Farbakzent setzen. Man kann einen dünnen Streifen in einer gewünschten Farbe malen, oder zwei Wandfarben dort aufeinander stossen lassen und mit einer dritten Farbe einen kleinen Streifen malen.

Eine weitere einfache Möglichkeit sind Raumteiler. Dies kann einfach ein Bücherregal (ohne Rücken, freistehend) aber auch eine Art Paravent oder Vorhang sein, der an einer Schiene an der Decke geführt wird. Auch hier sind Farben möglich. Der Raum wird so nicht nur geteilt, er wird strukturiert und emotionalisiert. Gerade dies ist eine schöne Möglichkeit, Räume interessant zu machen. Auch das Licht hat so viel mehr Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen. Durch den Raumteiler wird das Licht gebrochen und neue interessante Schatten entstehen.

Eine weitere gute Möglichkeit sind Pflanzen. Zum Beispiel machen Palmen nicht nur einen optisch schönen Eindruck sondern auch ein gutes Raumklima und sind deswegen als räumlicher Akzent gut geeignet.

Allgemein kann man sagen, dass durch einzelne Gegenstände bessere Akzente gesetzt werden können, als wenn ganze durchgestylte Raumkonzepte wirken sollen. In einer eher nüchtern und modern gehaltenen Einrichtung kann durch die richtige Inszenierung eines einzigen alten oder gar antiken Gegenstandes wie eines Schrankes, einer Kommode oder auch nur einer alten Uhr sehr einfach der Endruck des ganzen Raumes positiv beeinflusst werden.

So ist es auch in kleinen und unscheinbar wirkenden Wohnungen möglich, eine schöne Wohnatmosphäre mit einfachen Mitteln und Akzenten herzustellen.

Foto: Flickr / Mirage floors

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